SOLIDWORKS Resource Monitor

Wolfgang Hauslaib
2019-06-12 16:01
SOLIDWORKS Standard
Modul: SOLIDWORKS CAD
Gültig für: Versionsübergreifend
Stand: 12.06.2019

In letzter Zeit häufen sich Fälle, dass der SOLIDWORKS-Ressourcen-Monitor die Knappheit der Ressourcen anprangert, obwohl diese scheinbar reichlich vorhanden sind.

→ Das hat weder etwas mit dem RAM, den GDI-Objekten, der CPU noch mit dem fehlenden Speicherplatz zu tun!

Was verursacht dieses Verhalten?
Bei Analyse diverser Rechner fiel auf, dass der bzw. die Rechner öfters mehrere Tage am Stück im Betrieb sind, also quasi "durchlaufen". Das kommt entweder davon, dass der Rechner nicht heruntergefahren wird, oder dass irgendwelche Stromspar-Mechanismen im BIOS/Betriebssystem aktiv sind. Windows 10 und aktuelle BIOS'e haben per default den sogenannten Schnellstart aktiv. Das verhindert sogar bei ordnungsgemäßem Herunterfahren des Rechners, dass dieser komplett "stromlos" wird. Dies hat wiederum zur Folge, dass sich Speicher-Controller und der RAM nicht sauber entladen/entleeren können. Demzufolge kann es dann intern zu einem Speicherüberlauf kommen, der weder vom Taskplaner noch von anderen Monitoring-Tools erkannt wird.

Problemlösung:

1. Im Energiesparplan "Höchstleistung" bzw. "Ultimative Leistung" aktivieren

2. Ruhezustand einschalten
→ DOS-Befehl: powercfg -h on
→ DOS-Box als Administrator ausführen

3. Schnellstart in Windows 10 deaktivieren (diese Menüs sind sichtbar, wenn der Ruhezustand aktiv ist)

4. Ruhezustand ausschalten
→ DOS-Befehl: powercfg -h off
→ DOS-Box als Administrator ausführen

5. Im BIOS den Schnellstart deaktivieren.
Bei HP geht das ganz einfach über den Advisor è "Fast Boot".
Bei anderen Herstellern gibt es das auch, heißt dann aber etwas anders, z. B. "Fast Start".

Ergebnis:
Mit diesen Maßnahmen ist sichergestellt, dass der PC beim Herunterfahren immer ganz aus ist und beim Neustarten mit leerem RAM hochfährt!

Tags: BIOS, GDI, Monitor, Objekte, Performance, RAM, Resource, Resourcen, Ressource, Ressourcen, Systemspeicher
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