k-Faktor manuell oder mit Tabelle

Thomas Hiltbrunner
2018-07-13 15:12
SOLIDWORKS Standard
Modul: Blechkonstruktion
Gültig für: Versionsübergreifend
Stand: 05.05.2018

k-Faktor manuell und via Tabelle

Der k-Faktor ist ein genereller Korrekturwert für die gestreckte Länge. Dieser Wert beschreibt, wie viele Prozent die neutrale Faser von der Biegeinnenseite ins Blech „geschoben“ wird. Die gestreckte Länge ergibt sich somit aus der Summe der geraden Schenkellängen und nach der korrigierten Bogenlänge des Biegeradius.

 

Gestreckte Länge = A + B + C

 

Der Biegewinkel

Bei allen Biegetabellen wird nicht der Winkel zwischen den Biegeschenkeln, sondern der Winkel ab der gestreckten Länge verwendet.

manuelle Eingabe

Der k-Faktor kann im Blech-Ordner als genereller Wert für alle Biegungen hinzugefügt werden. Ebenso kann jeder einzelnen Biegung individuell der entsprechende Wert angegeben werden.

 

Biegetabelle abhängig von Blechdicke, Biegeradius, Biegewinkel

Im Gegenteil zu den Biegetabellen für Biegeverkürzungen und Beigeverlängerungen, arbeitet die k-Faktor-Tabelle nicht mit der expliziten Dicke. Es wird das Radius-Dickenverhältnis verwendet. Dieses Verhältnis hat den Vorteil, dass diese Tabelle Einheitenunabhängig (Millimeter, Zoll) arbeitet.

Wie wird jedoch der k-Faktor in einer SOLIDWORKS-Tabelle angewendet? Sehen Sie dazu nachfolgendes Beispiel, gesteuert durch den Biegewinkel und das Radius/Dicken-Verhältnis.

 

Sehen Sie in diesem Zusammenhang beigelegte Test_k-Faktor_Winkel-Dickenverhaeltnis.xls Datei. Dieser Tabellentyp wird im Blech-Ordner in der Rubrik Biegezugabe -> Biegetabelle angewendet.

k-Faktor mittels Formel

Können Sie die von Ihnen verwendeten k-Faktoren durch eine Formel beschreiben, kann diese in einer SOLIDWORKS-Biegetabelle verwendet werden.

In dieser Tabellenart können Sie für diverse Winkelbereiche eigene Formeln definieren. Die in der Beispieltabelle verwendeten Formeln entsprechen der k-Faktor-Berechnung nach DIN 6935.

Folgende Anpassungen können an der Tabelle vorgenommen werden:

  • Ändern von Bereich "b"
  • Gleichnung anpassen
  • weitere b-Bereiche definieren

Tangentenlänge verwenden

Wird in der Spalte „Tangentenlänge verwenden“ JA eingefügt, gilt folgendes Massblatt: Wird in der Spalte „Tangentenlänge verwendet“ NEIN eingefügt, gilt folgendes Massblatt:

Im Gegenteil zu allen anderen Blechtabellen in SOLIDWORKS, wird bei diesem Typ nicht der Biege- sondern der Schenkelwinkel verwendet.

Blechlehrentabelle abhängig von Blechdicke, Biegeradius, Biegewinkel

ausführliche Ausführung

Diese Tabelle würde anhand des Biegewinkels, des Biegeradius und der Blechdicke den k-Faktor auslesen. In dieser ausführlichen Tabelle kann für jede Dicken-Radius-Winkel-Kombination einen individuellen k-Faktor zugewiesen werden.

HIER FEHLT NOCH DER BEITRAG

vereinfachte Ausführung

Die vereinfachte Ausführung der Blechlehrentabelle enthält einen generellen k-Faktor pro Tabelle. In dieser Tabelle lässt sich somit auf einfache Weise die pro Blechdicke verfügbaren Biegeradien auflisten und anschliessend in SOLIDWORKS auswählen.

Dieser Tabellentyp lässt lediglich die Steuerung des k-Faktors zu. Wird das Feld umbenannt oder kein Wert eingegeben, muss die Korrektur manuell gemäss manueller Eingabe eingegeben werden. Bei der manuellen Eingabe könnte wieder k-Faktor, Biegeverkürzung oder Biegezugabe gewählt werden.

Richtlinien für k-Faktor Tabellen

Die Grundstruktur der Tabellen sollte nicht verändert werden. Jede Tabelle kann aber mit weiteren Werten ergänzt werden. Farben dürfen angepasst werden und dienen lediglich der angenehmeren Darstellung.

Einheit:
Wählen Sie die benötigte Einheit, falls vorhanden, aus dem Pulldown-Menü aus.

Material:
Die Angabe des Materials hat keinen Bezug zur Materialdefinition im SOLIDWORKS-Feature-Baum. Sie dient lediglich zur Identifizierung der Tabelle.

Bemerkung:
Hier können weitere Informationen bezüglich der Tabelle hinzugefügt werden.

Radiuswerte, Dickenverhältnisse:
In allen Tabellen können die Radius- und Dickenverhältniswerte Ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Bedingungen dabei, die Werte müssen von links nach rechts aufsteigend sein. Zudem dürfen zwischen den Radiuswerten keine Leerspalten vorhanden sein. Bei der ersten leeren Spalte endet die Suche nach Werten dieser Blechdicke.

Biegewinkel:
Die Winkel können individuell angepasst werden. Bedenken Sie dabei, dass der Winkel nicht der Schenkelöffnung sondern dem Biegewinkel ab Abwicklung entspricht. Zwischen den Winkelwerten dürfen keine Leerzeilen enthalten sein. Bei der ersten leeren Zeile endet die Suche nach Werten dieser Blechdicke.

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