Ressourcenmonitor und Abstürze - Wie Funktioniert das mit dem RAM unter Windows und Solidworks

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2021-08-30 10:37

Problem

  • Solidworks stürzt häufig ab.
  • Der Ressourcen Monitor meldet sich regelmässig.

Lösung

(Den Hintergrund zur vorgestellten Lösung finden sie weiter unten)

Virtueller Arbeitsspeicher

Den virtuellen Arbeitsspeicher auf "Systemverwaltet" stellen und dafür sorgen, dass auf dem Laufwerk C: etwa ab 100GB freien Speicher zur Verfügung steht.

Windows Schnellstart

In der Energieverwaltung Windows Schnellstart ausschalten und vorzugsweise den PC abends herunterfahren oder den PC einfach alle paar Tage neu starten.

Hintergrund

Windows reserviert grundsätzlich Arbeitsspeicher sehr flexibel nach Anforderung der laufenden Anwendungen. Aus diesem Grund sollte bei Verwendung von Solidworks dringend der virtuelle Arbeitsspeicher auf Systemverwaltet stehen. In diesem Modus nutzt Windows den Freien Festplattenspeicher optimal aus. Im Zusammenhang mit grossen Baugruppen oder Datenimport von grossen neutralen Daten oder hier im Speziellen IFC Daten empfehlen wir mindestens 100 GB freien Speicher vorzugsweise auf einer schnellen SSD vorzuhalten.
Die Allermeisten SolidWorks Abstürze und alle Meldungen des Ressourcen-Monitors die nichts mit GDI Objekten zu tun haben, sind auf den sogenannten "Zugesicherten Arbeitsspeicher" als Ursache zurückzuführen.
In diesem Dialogfeld in der Kategorie (1)Arbeitsspeicher steht unter (2)Zugesichert auf der linken Seite der Wert, wie viel Arbeitsspeicher sich Windows Anwendungen bereits reserviert haben. In der Anzeige Rechts steht, wie viel Speicher sich Windows für allfällige zukünftige Anfragen gesichert hat. (RAM + Auslagerungsdatei auf der Festplatte).  Nähert sich die linke Zahl der Rechten an, geht Windows hin und reserviert sich auf der Festplatte einfach weiteren freien Speicherplatz.
 
Beim Umgang mit vielen Dateien in grossen Baugruppen aber auch beim Import z.B. aus IFC Daten. Reserviert sich SolidWorks bei Windows sehr grosszügig Arbeitsspeicher. Dieser Arbeitsspeicher wird nur reserviert, das heisst nicht, dass dieser auch sofort genutzt werden wird. Dies macht SolidWorks einfach vorbeugend für jedes Teil, welches Bestandteil einer Bearbeitungs- oder Dateioperation sein könnte.
Geht der Festplattenplatz zur Neige und kommt es zur Situation, dass SolidWorks eine Reservation an Windows stellt, welche mangels Platz nicht möglich ist (Windows verwendet nie alles, was da ist und hält immer zur Sicherheit noch einen Rest frei), dann stürzt SolidWorks ab.
Auf diese Weise ist theoretisch der Arbeitsspeicher nur vom Festplattenspeicher begrenzt.
Windows auf der anderen Seite versucht aber auch den Windows Start zu beschleunigen. Um dies zu ermöglichen wird der "Herunterfahren Befehl kurzerhand zu einem vereinfachten Ruhezustandsmodus. Hierbei speichert Windows den Arbeitsspeicher Inhalt beim Herunterfahren des PCs auf der Festplatte und liest ihn beim Start wieder ein. Das kann aber zu Problemen führen. Denn der Arbeitsspeicher kann zugemüllt werden. Dies Passiert vor allem, aber nicht nur dann, wenn Anwendungen abstürzen. Dabei geht es nicht speziell alleine um SolidWorks Anwendungen auch andere Anwendungen von Microsoft wie VBA und .net, können hier Probleme bereiten. Es gibt daher Fälle, in denen ein "Herunterfahren" und Starten nichts bringt aber ein "Neustart" hingegen das Problem löst. Aus diesem Grund empfehlen wir auch den Windows Schnellstart zu deaktivieren, damit auch ein Herunterfahren den Arbeitsspeicher aufräumt.

 

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